Was kostet ein exklusiver B2B-Lead?
- Ein exklusiver B2B-Lead kostet in der Regel zwischen 200 und 400 € pro Anfrage. Die Spanne hängt von der Nische und vom durchschnittlichen Auftragswert ab.
- Der Preis wird vor Vertragsschluss kalkuliert und dann fest im Vertrag fixiert. Es gibt keine schwankenden Auktionspreise und kein Prepaid-Guthaben.
- Exklusiv heißt: Die Anfrage geht an genau einen Betrieb pro Region. Nicht an vier oder fünf gleichzeitig, wie bei klassischen Lead-Portalen.
- Ein Lead ist eine qualifizierte Anfrage, kein garantierter Auftrag. Der Preis bezahlt den Erstkontakt, nicht den Abschluss.
Die kurze Antwort: In den meisten B2B-Nischen mit hohem Auftragswert liegt ein exklusiver Lead zwischen 200 und 400 € pro Anfrage. Die lange Antwort erklärt, warum diese Spanne so breit ist — und warum der Preis pro Lead ohnehin die falsche Kennzahl ist, wenn man ihn isoliert betrachtet.
1. Was ein exklusiver Lead überhaupt ist
Ein Lead ist eine konkrete Anfrage: ein Interessent, der sein Anliegen geschildert und seine Kontaktdaten hinterlassen hat. Exklusiv wird er dadurch, dass diese Anfrage an genau einen Betrieb geht — an Sie. Sie konkurrieren nicht mit drei anderen Anbietern um dieselbe Person.
Das ist der Unterschied zu den meisten Lead-Portalen. Dort wird eine Anfrage parallel an vier bis sechs Betriebe verkauft. Wer zuerst anruft, gewinnt — und der Interessent wird binnen Minuten von mehreren Firmen kontaktiert. Das drückt die Abschlussquote und zwingt am Ende jeden in den Preiskampf.
Ein exklusiver Lead ist nicht der teuerste. Er ist der einzige, der nicht schon auf drei anderen Schreibtischen liegt.
2. Wovon der Preis abhängt
Warum kostet der eine Lead 200 € und der andere 400 €? Drei Faktoren bestimmen die Kalkulation:
- Der Auftragswert der Nische. Wo ein Abschluss fünfstellig ist, darf der Lead mehr kosten als dort, wo ein Auftrag im niedrigen vierstelligen Bereich liegt.
- Die Wettbewerbsdichte im Werbekanal. Umkämpfte Suchbegriffe und Zielgruppen treiben die Klickpreise — und damit die Kosten, ein qualifiziertes Gespräch zu erzeugen.
- Der Aufwand für die Qualifizierung. Je enger die Zielgruppe und je mehr wir vorab filtern, desto höher der Preis pro Anfrage — aber desto seltener sitzt der Falsche im Gespräch.
Wichtig: Der Lead-Preis wird vor Vertragsschluss auf Basis Ihrer Nische kalkuliert und dann im Vertrag fixiert. Sie zahlen nicht nach Tagesform des Werbemarkts, sondern einen vereinbarten Festpreis pro Anfrage. Ein Guthaben- oder Prepaid-Modell gibt es bewusst nicht.
3. Warum exklusiv teurer wirkt — und sich trotzdem rechnet
Auf dem Papier ist ein geteilter Lead für 40 € billiger als ein exklusiver für 250 €. Nur bezahlt man beim geteilten Lead den Kampf gegen vier Mitbewerber gleich mit — in Form einer niedrigeren Abschlussquote und einer Reaktionszeit, die im Minutentakt zählt.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht „Was kostet der Lead?", sondern „Was bringt ein Abschluss — und wie viele Leads brauche ich dafür?". Wenn ein gewonnener Auftrag mehrere Tausend Euro Deckungsbeitrag bringt, trägt sich ein Lead-Preis von 250 € auch dann, wenn nur jede fünfte Anfrage zum Auftrag wird. Genau diese Rechnung — und die Rolle der Reaktionsgeschwindigkeit dabei — schauen wir uns in den weiteren Beiträgen im Detail an.
Ob sich exklusive Leads für Ihr Gewerk rechnen, hängt am Ende an Ihrer Nische. Für Medizintechnik-Anbieter etwa sieht die Rechnung anders aus als für ein Handwerk mit vielen kleinen Aufträgen. Deshalb kalkulieren wir den Preis pro Region und Leistung — und nehmen ein Projekt nur an, wenn die Zahlen für beide Seiten aufgehen.